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Der Wacholder, seine Beeren und der Gin 17.10.2001 16:33
Baum des Jahres fühlt sich um Mittelstreu wohl
mittelstreu (m.o.) Der Wacholder, ein stachliger, aber wegen seines ätherischen Holzes und seiner zu
Gewürzzwecken verwendeten Beeren recht angenehmer Geselle, wurde zum Baum des Jahres 2002 gewählt.
Der Name Wacholder kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet Immergrüner Baum. Der
botanische Name lautet Juniperus. Das Nadelgehölz kommt vorwiegend in Mooren, lichten Wäldern und auf Heideflächen vor. Er kann fünf bis zehn Meter hoch werden.
Die Zweige tragen schwarze Beeren, die erst im zweiten Jahr reifen. Aufgrund des Gehaltes an
ätherischen Ölen in Beeren und Wurzelholz war der Wacholder lange Zeit Volksheilmittel. Daneben war das Holz geschätzt für Drechsler-, Holzschnitzer- und Kunsttischler-Arbeiten. Das Öl der
Wacholderbeeren findet Verwendung in der Spirituosenindustrie als Zusatz zu Wacholderbranntwein wie Steinhäger oder Gin.
Zwischenzeitlich ist der Wacholder in vielen Gegenden verschwunden beziehungsweise zu einer
gefährdeten Pflanze geworden. In Mittelstreu gibt es den Wacholder noch reichlich, und zwar im Bereich des Eiersberges und am Südhang des Standort-Übungsplatzes in Richtung Frickenhausen.
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