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Trotz Bedenken zugestimmt? Wie kann man als Bürgermeister und als Gemeinderat für eine Bau-
genehmigung der Mobilfunkanlage stimmen, wenn man "Bedenken" hat? Ist diese Anlage doch gesund- heitsgefährdend?
Oder stimmt man zu, weil einem die Gesundheit der nächsten Anwohner egal ist und man in Oberstreu nicht selbst be-
troffen ist? Ich hätte mir hier etwas mehr Rückgrat und Solida- rität von der Gemeinde ge- wünscht. Die Krönung jedoch ist, dass man den Standortvorschlag
(Hochbehälter) der Mittelstreuer Gemeinderäte Liebst und Storath nicht nur ablehnte, sondern auch noch dagegen stimmte.
Vor zirka sechs Jahren kauften wir von der Gemeinde einen Bau- platz am Bilbesen. Uns wurde vom
Bürgermeister beim Kauf ver- sichert, dass der laut Naturschutz-
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behörde offen gelassene Stein- bruch Bilbesen so eine Art Natur- schutzzone ist und hier keinerlei
Bebauung zulässig ist. Heute wis- sen wir, was so eine Aussage wert ist.
Anscheinend hat hier die Mannesmann Mobilfunk GmbH ihre Portokasse geöffnet und sich die Zustimmung von Landrat und
Naturschutzbehörde gekauft. War schon der Standort Wasserwerk ein Witz, so ist der neue Standort Bilbesen kaum ein besserer. Gegen vom Ort weiter entfernte Stand-
orte stellte sich die Naturschutz- behörde quer. Schließlich ist ja der Schutz von Rehen, Schmetterlin- gen und Gräsern wichtiger als die Gesundheit der Menschen, und als
Behörde braucht man ja seine Da- seinsberechtigung.
Ich danke den Gemeinderäten Liebst und Storath, die hier Cou- rage zeigten und sich für die Inte-
ressen ihrer Mitbürger einsetzten und hoffe auf die Solidarität der Mittelstreuer, sich gegen diese An- lage zu wehren.
Martin Werner Am Bilbesen 2
97640 Mittelstreu
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