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gemeinde oberstreu                            von architekturweb

18_08_2000 

 

Briefe an die Lokalredaktion: Nur Bürger zweiter Klasse?

 

Trotz Bedenken zugestimmt? Wie
kann man als Bürgermeister und
als Gemeinderat für eine Bau-
genehmigung der Mobilfunkanlage
stimmen, wenn man "Bedenken"
hat? Ist diese Anlage doch gesund-
heitsgefährdend?

 

Oder stimmt man zu, weil
einem die Gesundheit der
nächsten Anwohner egal ist und
man in Oberstreu nicht selbst be-
troffen ist? Ich hätte mir hier
etwas mehr Rückgrat und Solida-
rität von der Gemeinde ge-
wünscht. Die Krönung jedoch ist,
dass man den Standortvorschlag
(Hochbehälter) der Mittelstreuer
Gemeinderäte Liebst und Storath
nicht nur ablehnte, sondern auch
noch dagegen stimmte.

Vor zirka sechs Jahren kauften
wir von der Gemeinde einen Bau-
platz am Bilbesen. Uns wurde vom
Bürgermeister beim Kauf ver-
sichert, dass der laut Naturschutz-

 

behörde offen gelassene Stein-
bruch Bilbesen so eine Art Natur-
schutzzone ist und hier keinerlei
Bebauung zulässig ist. Heute wis-
sen wir, was so eine Aussage wert
ist.

 

Anscheinend hat hier die
Mannesmann Mobilfunk GmbH
ihre Portokasse geöffnet und sich
die Zustimmung von Landrat und
Naturschutzbehörde gekauft. War
schon der Standort Wasserwerk
ein Witz, so ist der neue Standort
Bilbesen kaum ein besserer. Gegen
vom Ort weiter entfernte Stand-
orte stellte sich die Naturschutz-
behörde quer. Schließlich ist ja der
Schutz von Rehen, Schmetterlin-
gen und Gräsern wichtiger als die
Gesundheit der Menschen, und als
Behörde braucht man ja seine Da-
seinsberechtigung.

Ich danke den Gemeinderäten
Liebst und Storath, die hier Cou-
rage zeigten und sich für die Inte-
ressen ihrer Mitbürger einsetzten
und hoffe auf die Solidarität der
Mittelstreuer, sich gegen diese An-
lage zu wehren.

Martin Werner
Am Bilbesen 2

97640 Mittelstreu