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Referent prognostiziert Gesundheitsschäden
OBERSTREU/ MITTELSTREU (EO) · Kein Zweifel: Die Mittelstreuer Bürger sind
besorgt über die Folgen des geplanten Sendemast. Bei einem Info-Abend gossen zwei Referenten Öl ins Sorgen-Feuer.
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Gefährden sie die
Gesundheit oder nicht? Beim Diskussionsabend im Mittelstreuer Kolpinghaus kamen die Kritiker von - zumindest aus dieser Perspektive - bedrohlich
wirkenden Hochfrequenz-Sendemasten zu Wort.
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Besonders den Anwohner des aufgelassenen Steinbruchs "Am Billbesen" lässt der geplante Bau einer Mobilfunkanlage
keine Ruhe. Die Hochfrequenzwellen, die der dreißig Meter hohe Funkturm abstrahlen würde, sind nämlich unter Umständen nicht so "ohne", wie die Betreiberfirma
Mannesmann Mobilfunk GmbH glauben machen möchte.
Denn auch unter Medizinern wird seit längerem diskutiert, ob die Funkwellen-Emission Gesundheitsstörungen bis hin zur
Krebsbegünstigung hervorrufen. Nachdem der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung dem Bau zugestimmt hatte, weil er keinerlei baurechtliche
Ablehnungsgründe gegen die Genehmigung feststellen konnte (wir berichteten), ergriffen die betroffenen und interessierten Bürger am Wochenende selbst die Initiative
und führten im Kolpingheim eine Informationsveranstaltung zum Thema Gesundheitsgefahren durch Hochfrequenztechnik durch.
Die dicht an dicht sitzenden Bürger im fast aus den Nähten sitzenden Saal bewiesen
es: Das Thema brennt auf den Nägeln. Laut der Veranstalter ist eine Unterschriftenaktion gegen den Masten geplant. Dass der zur Veranstaltung geladene
Bürgermeister aus Zeitmangel seinen Besuch abgesagt hatte, wurde von der Versammlung sehr bedauert, zumal man sich von dessen Stellungnahme wohl eine
Beruhigung der momentanen Diskussion erwartet hätte.
Die beiden Referenten sind selbst Betroffene: Reinhard Lemke und Ilka Hawemann
kommen aus Sulzdorf an der Lederhecke und sind derzeit mit dem Projekt "Bayernturm" konfrontiert.
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