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gemeinde oberstreu                            von architekturweb

21_08_2000 

Referent prognostiziert Gesundheitsschäden

OBERSTREU/ MITTELSTREU (EO) · Kein Zweifel: Die Mittelstreuer Bürger sind besorgt über die Folgen des geplanten Sendemast. Bei einem Info-Abend gossen zwei Referenten Öl ins Sorgen-Feuer.

 

 

  

Gefährden sie die Gesundheit oder nicht? Beim Diskussionsabend im Mittelstreuer Kolpinghaus kamen die Kritiker von - zumindest aus dieser Perspektive - bedrohlich wirkenden  Hochfrequenz-Sendemasten zu Wort.

 Besonders den Anwohner des aufgelassenen Steinbruchs "Am Billbesen" lässt der geplante Bau einer Mobilfunkanlage  keine Ruhe. Die Hochfrequenzwellen, die der dreißig Meter hohe Funkturm abstrahlen würde, sind nämlich unter Umständen nicht so "ohne", wie die Betreiberfirma Mannesmann Mobilfunk GmbH glauben machen möchte.

 

Denn auch unter Medizinern wird seit längerem diskutiert, ob die Funkwellen-Emission Gesundheitsstörungen bis hin zur Krebsbegünstigung hervorrufen. Nachdem der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung dem Bau zugestimmt hatte, weil er keinerlei baurechtliche Ablehnungsgründe gegen die Genehmigung feststellen konnte (wir berichteten), ergriffen die betroffenen und interessierten Bürger am Wochenende selbst die Initiative und führten im Kolpingheim eine Informationsveranstaltung zum Thema Gesundheitsgefahren durch Hochfrequenztechnik durch.

Die dicht an dicht sitzenden Bürger im fast aus den Nähten sitzenden Saal bewiesen es: Das Thema brennt auf den Nägeln. Laut der Veranstalter ist eine  Unterschriftenaktion gegen den Masten geplant. Dass der zur Veranstaltung geladene Bürgermeister aus Zeitmangel seinen Besuch abgesagt hatte, wurde von der Versammlung sehr bedauert, zumal man sich von dessen Stellungnahme wohl eine Beruhigung der momentanen Diskussion erwartet hätte.

Die beiden Referenten sind selbst Betroffene: Reinhard Lemke und Ilka Hawemann kommen aus Sulzdorf an der Lederhecke und sind derzeit mit dem Projekt "Bayernturm" konfrontiert.