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- Ein Tanklöschfahrzeug für Mittelstreu
oberstreu (M.O.)
Bereits seit geraumer Zeit bittet die Freiwillige Feuerwehr im Ortsteil Mittelstreu um ein neues Löschfahrzeug. Das vorhandene Fahrzeug hat 27 Jahre auf dem Buckel und ist somit schrottreif. Zunächst gilt die
Frage zu entscheiden, ob man einem Löschfahrzeug vom Typ TS FW, also einem Fahrzeug mit Wassertank, oder einem Fahrzeug ohne Wassertank den Vorzug geben sollte.
Bürgermeister Stefan Ledermann erklärte in
der Ratssitzung dazu, dass nach Auffassung des Kreisbrandrates nicht unbedingt ein Tanklöschfahrzeug notwendig wäre, da in Oberstreu ein solches stationiert ist.
Gemeinderat Thomas Streit, der seine
Wortmeldung ausdrücklich als rein sachbezogen gewertet wissen wollte, fragte, ob es tatsächlich erforderlich sei, in einer aus zwei nahe beieinander gelegenen Ortsteilen bestehenden Gemeinden zwei Feuerwehren
komplett auszustatten. Rein nach der Einwohnerzahl wäre wohl eine einzige Wehr genügend.
Gemeinderat Thomas Mock, zugleich Kommandant der Mittelstreuer Feuerwehr, hielt eine gute Ausstattung der Wehren
in beiden Ortsteilen für unabdingbar. Er wurde unterstützt vom Gemeinderats-Kollegen Matthias Liebst, dem Vorsitzenden des Feuerwehrvereins Mittelstreu. Liebst konstatierte: "Entweder wir statten auch die
Mittelstreuer Wehr ordentlich aus, oder wir lösen sie auf." Eine weitere Alternative gebe es nicht.
Bürgermeister Ledermann gab dem Gremium eine Gegenüberstellung der Kosten. Ein Löschfahrzeug ohne
Wassertank würde 59 000 Euro kosten. Abzüglich eines möglichen Zuschusses von 16 000 Euro käme auf die Gemeinde ein Kostenanteil von 43 000 Euro zu. Ein Tanklöschfahrzeug würde (ohne Sonderausstattung) 74 000
Euro kosten. Abzüglich eines Zuschusses von 22 000 Euro hätte die Gemeinde 52 000 Euro beizusteuern, also "nur" 9 000 Euro mehr als bei einem Fahrzeug ohne Wassertank.
Dieser Mehrpreis erschien
den Gemeinderäten einhellig unter Berücksichtigung des erheblich besseren Nutzwertes vertretbar. Die Feuerwehr Mittelstreu erhält also ein Tanklöschfahrzeug vom Typ TS FW. Dabei sollen bei der Ausstattung -
eventuell durch Verwendung von Geräten aus dem jetzigen Fahrzeug - eingespart werden.
- Riethe-Brücke: Die Durchfahrt wirfd höher und breiter
oberstreu (m.o.) Die Sitzung des Gemeinderates am Montag war die
letzte in diesem Jahr. Dies nahm Bürgermeister Stefan Ledermann zum Anlass, allen Mitgliedern des Gremiums, auch den nach der Kommunalwahl ausgeschiedenen Räten, zu danken für die allzeit gute und
vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Die Eisenbahn-Überführung bei Kilometer 48,247 in Mittelstreu (Riethe) wird erneuert. Unter die Brücke hindurch verläuft die Zufahrt zu zwei Ortsstraßen. Der Gemeinderat
hatte nun zu entscheiden, ob die bisherigen Maße der Brücke (Höhe und Breite) unter Berücksichtigung der heutigen Verkehrsverhältnisse und einer eventuellen Ausweitung der Bebauung beibehalten oder vergrößert
werden sollen.
Bei Beibehaltung der bisherigen Ausmaße hätte die Gemeinde keinerlei Kosten zu tragen. Bei Erweiterung allerdings müssten die Mehrkosten aus dem Gemeindesäckel bezahlt werden. Das
Ingenieurbüro Mayer (Würzburg) hatte Unterlagen für verschiedene Varianten unter Angabe der ungefähren Mehrkosten und der zu erwartenden Zuschüsse vorgelegt.
Nach eingehender Beratung entschied sich das
Gremium für eine Vergrößerung der Brückenmaße auf eine Höhe von vier Metern und eine lichte Breite von 7,75 Metern. Die Mehrkosten wurden mit 200 000 Euro beziffert, wobei nach erwarteten Zuschüssen für die
Gemeinde ein Eigenanteil von zirka 90 000 Euro verbleibt.
Eingangs der Sitzung standen diverse Baugesuche zur Beratung an. Auf Grund der Stellungnahme des Landratsamtes musste der Gemeinderat einen in
der vorherigen Sitzung gefassten ablehnenden Beschluss wieder aufheben.
Das Gremium war damals mit der Höhe der Pfosten der Einfriedung am Anwesen Francesco Cammarata in Mittelstreu, Loheweg 16 nicht
einverstanden in der (irrigen)Annahme, dass eine Höhe von 1,80 Metern nicht überschritten werden dürfe. Nach dem Hinweis des Landratsamtes ist jedoch eine Höhe von bis zu zwei Metern grundsätzlich nicht zu
beanstanden, so dass der Gemeinderat nun seine Zustimmung erteilte.
Einstimmig befürwortet wurden: Susanne und Dietmar Kaul (Mittelstreu; Umbau und Aufstocken des Wohnhauses); Stefan Beck (Oberstreu;
Überdachung einer bestehenden Terrasse) und Gerd Menz (Oberstreu; Errichtung einer Einliegerwohnung und Veränderung des Daches an seinem Anwesen). Zugestimmt hat das Gremium auch dem Antrag von Udo Stiefel
(Oberstreu; Tektur zum Carport-Neubau sowie Bau einer Holzlege).
Entgegen der Empfehlung der Verwaltung, im Kanalnetz Oberstreu, Bereich Au, einen Grobstoff-Rückhalteschacht einzubauen, lehnte der
Gemeinderat diese rund 15 000 Euro plus Nebenkosten teure Maßnahme als nicht erforderlich ab. Bürgermeister Stefan Ledermann erklärte, dass bei den Pumpwerken aller dem Abwasser-Zweckverband Heustreu-Hollstadt
angeschlossenen Gemeinden jeweils ein Grobstoff-Rückhaltebecken eingebaut werde. Der Kanal in der Au arbeite seit rund 30 Jahren einwandfrei. Eine regelmäßige Säuberung reiche aus.
VG-Kämmerer Peter Hehn
gab das Rechnungsergebnis für das Haushaltsjahr 2001 bekannt. Sowohl im Verwaltungshaushalt wie auch im Vermögensetat gab es überplanmäßige Ausgabe. Der Gemeinderat nahm vom Ergebnis des Abschlusses Kenntnis und
genehmigte einstimmig die überplanmäßigen Ausgaben.
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