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gemeinde oberstreu                            von architekturweb
  • Gefüllt, aber nicht gedrängt
     
    oberstreu "Es gibt nix Schlechts, wo ned ach sei Guds hat", weiß der regionale Volksmund. In Oberstreu wurde das dieser Tage wieder unter Beweis gestellt, als der Raum für die mittlerweile dritte Kindergarten-Gruppe eröffnet werden konnte.
    Denn als der Hort 1999 eröffnet wurde, war er mit einem Makel behaftet: Schlichtweg zu großzügig war er konzipiert worden, denn für drei Betreuungsräume gab es zu wenig Kinder.

    Das hat sich offenbar geändert: Der Bedarf ist gestiegen, so dass das bisher leer stehende Geschoss nun umgebaut werden musste, um die Kinder aufzunehmen. Bei der Einweihung am vergangenen Freitag freuten sich Bürgermeister, Kindergärtnerinnen und der ausführende Architekt über das Ergebnis des Umbaus.

    Nicht nur, dass ein schöner, gemütlicher Raum entstanden sei: "Besonders erfreulich ist, dass alle Gewerke von Firmen aus der Region ausgeführt wurden, mithin also die Wirtschaftskraft unserer heimischen Handwerker gestärkt wurde", so Architekt Arno Wirsing.

    Bürgermeister Stefan Ledermann sah den Umbau mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Für eine lebendige und wachsende Gemeinde ist ein solchen Umbau ein positives Signal. "Denn zur Infrastruktur eines schönen Neubaugebietes gehört auch ein schöner Kindergarten, der bedarfsgerecht ausgebaut ist.

    Allerdings hätten die Maßnahmen "nur" 67 000 Euro gekostet: "Staatliche Förderung könnten wir erst ab einer Bausumme von 100 000 Euro erwarten", so Ledermann.

    Pfarrer Hans-Jürgen Dässler fand jedoch, dass sich die Investition gelohnt hat: "Die Kinder sind schließlich unsere Zukunft. An ihnen darf nicht gespart werden." Der erweiterte Kindergarten sei nun "gut gefüllt", gedrängt werde es trotzdem nicht zugehen.
     
     
     
     
  • Fruchtbare Oberstreuer Was ist nur so besonderes an Oberstreu? Eigentlich nichts: Eine nette kleine Gemeinde, historischer Ortskern, schönes Neubaugebiet, leise murmelt mäandernd die Streu vorbei. Völlig normal also.

    Oder doch nicht? Auf die Bewohnerschaft hat das Örtchen eine womöglich aphrodisierende Wirkung: Mit 70 Kindern im Kindergartenalter und einer Geburtenrate von etwa 15 Neu-Oberstreuern pro Jahr gesegnet, lässt es die umliegende Konkurrenz verblassen.

    Was ist das Geheimnis? Sind die Frühlingstage in Oberstreu triebweckender als anderswo? Liegt hier etwas in der Luft? Ist mit dem Trinkwasser alles ok? Was macht die Oberstreuer nur so fruchtbar?

    Wir haben Grund zur Vermutung, dass prickelnde Erotik nicht die Hauptrolle spielt. Eher Bürgerpflicht und Solidarität zwischen Verwaltungsplanern auf der einen und Männlein und Weiblein auf der anderen Seite.

    Zu weit hergeholt? Dann erinnern Sie sich bitte an den 19.9.1999. Da wurde der Oberstreuer Kindergarten eröffnet. Mit einem Schönheitsfehler: Er war schlichtweg zu großzügig geplant worden. Für drei Kindergarten-Gruppen war Platz. die Oberstreuer brachten aber gerade mal Nachwuchs für zwei Gruppen zusammen.

    Da scheint ein Ruck durchs treue Bürgerherz, und vielleicht auch die darunter liegenden Regionen gegangen zu sein. Ganz nach dem Motto: "Augen zu - und denk an Oberstreu!". Das Volk, das brave, stand zu seinen Kindergarten-Planern, die sich ihrerseits nur ungern den Stiefel anziehen lassen wollten, sie hätten sich schlicht verplant.

    Heute nun, drei Jahre später, ist der Kraftakt gelungen: An allen Ecken quäkt, drängelt, lacht, sabbert und krabbelt es. Und auch die Planer lachen wieder. Von wegen verplant! Der Raum für die dritte Gruppe ist proppevoll.

    Eine gewagte These, die man überprüfen könnte, liebe Oberstreuer: Wie wär's mit einem großzügigen Anbau? Und in drei Jahren, wenn die Gruppen "Vier" und "Fünf" durch die Gänge johlen, schreiben wir wieder was Nettes über euch. Versprochen !