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gemeinde oberstreu                            von architekturweb

oberstreu (eo) So stimmungsvoll wie hier in Oberstreu mag am Heiligabend in mancher Gemeinde "Stille Nacht, heilige Nacht" erklungen sein. Aber ein ganz besonderes Ambiente bietet der dortige Kirchplatz mit den nahen historischen Gauben und dem Rathaus schon, so dass sich hunderte Zuhörer von der Musikkapelle und dem Sängerverein unter den großen Christbaum locken ließen. Genauso traditionell wie in Oberstreu wurde natürlich auch auf dem Marktplatz in Mellrichstadt eingeläutet. Auch hier ließen sich die Zuhörer nicht vom schlechten Wetter von dem gewohnten und beliebten Weihnachtskonzert abhalten.
 

Mittelstreu (M.O.) Der sehr gute Besuch ihres Weihnachtskonzertes war sicherlich der schönsten Lohn für die Aktiven der Trachtenkapelle Mittelstreu, die sich in zahlreichen Probenabenden, einem Probenwochen-ende auf dem Bauersberg und einem Gemeinschafts-Konzert mit der Stadtkapelle Mellrichstadt auf den Abend vorbereitet hatten.

Der Reigen der Musikvorträge begann mit der Ouvertüre "Glückliches Wochenende", von Gerhard Zinke. Vorsitzender Stefan Link begrüßte die Zuhörer mit einem etwas abgewandelten weihnachtlichen Gedicht. Bürgermeister Stefan Ledermann stellte zu Beginn seines kurzen Grußwortes fest, dass es besonders angenehm sei, von der Bühne aus in einen sehr gut besetzten Saal zu blicken.

In ihr Jahresprogramm aufnehmen wird die Trachten-Kapelle den Marsch "Sons of the Brave" (Söhne der Tapferen) von Thomas Bidgood. Als nächste Musikdarbietung stand der Konzertmarsch "Böhmische Diamanten" auf dem Programm, mit dem sich Franz Gerstbrein die beschwingte flotte böhmische Art ganz besonders zu eigen gemacht hat.

Die Verbindung lateinamerikanischer Musik und des Jazz ließ 1962 den Bossa Nova (Die neue Welle) entstehen. Einen solchen Bossa Nova präsentierte die Trachtenkapelle exakt und unterstützt von modernen Rhythmus-Instrumenten mit dem Arrangement von Manfred Schneider unter dem Titel "Cubana".

Geprägt durch die hellen Klänge von Solotrompeten war die Andalusische Serenade von Vlad Kabec. Als Solisten brillierten Claudia Guck und Rupert Fries. Kinolaune verbreitete die Musik von John Williams zu dem Film "Star Wars" (Krieg der Sterne). Das Stück erforderte von der Kapelle höchste Konzentration.

Mit dem im typisch schmissigen amerikanischen Tempo gehaltenen Marsch "Bandology" von Eric Osterling setzte die Trachtenkapelle ihr Programm fort. Es folgten von dem deutschen Komponisten James Last der Swingfox "Happy Luxemburg" und von Luc Gistel der "Latin Dream", in dem die Fülle und Vielfalt lateinamerikanischer Rhythmen ganz besonders zum Ausdruck kam.

Den letzten Teil des Konzerts bildeten, wie könnte es anders sein, der Winter und die Weihnacht wie das Arrangement "Santa Claus is comin'to town" von Jan van Kraeydonck. Die Musik von Antanio Vivaldi kam in dem von Freck Mestrini wundervoll bearbeiteten Stück "Winter" besonders zur Geltung. Sehr weich intonierten die Holzbläser, insbesondere die Querflöten (Katharina Röhrig, Katharina Link und Tanja Werner), und bildeten einen harmonischen Kontrast zum hellen Klang der Trompeten.

Als letztes Stück interpretierte die Trachtenkapelle traditionsgemäß das Weihnachtslieder-Potpourri "Stille Nacht, heilige Nacht" von Hans Hartwig und als begeistert aufgenommene Zugabe "Christmas Swing", eine Melodie aus dem angelsächsichen Raum.

Nach kurzer Umbau-Pause führte die Theatergruppe (Cornelia Guck, Sabine Gensler, Thomas Mock und Frank Burkhardt) den lustigen Einakter "Eine tolle Verwandtschaft" auf. Die sich ursprünglich als sehr verzwickt darstellenden Verwandtschaftsverhäitnisse lösten sich schließlich in Wohlgefallen und eine Doppelhochzeit auf. Alle Akteure boten hervorragende mimische Qualitäten und konnten sich eines kräftigen Beifalls sicher sein.