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gemeinde oberstreu                            von architekturweb

Die Bühne, auf der die Elferräte als Steinzeitmenschen thronten, war stilecht in eine steinzeitliche Höhle umgestaltet: Vor den mit dicken Tierfellen ausgeschlagenen Sitzgelegenheiten brannte ein Lagerfeuer; Mammuts, Drachen und Urvögel vervollständigten die Szenerie. Das Bühnenbild hatte Christian Friedl entworfen. Für den musikalischen Teil war die Kapelle "No Name" zuständig.

"So könnte es vor hunderttausend Jahren in Mittelstreu ausgesehen haben", meinte Sitzungs-Präsident und Stammesführer Udo Ziegler. Gespannt wartete dann das Auditorium auf das Erscheinen des Prinzenpaares, dessen Identität bis zuletzt ein Geheimnis war. Mit Musik, Trommelwirbel und unter dem Geleit der Großen Garde zogen die neuen Herrscher ein. Stammesführer Udo Ziegler stellte die neuen Regenten Fürstin Andrea I., edle Pent-Horse-Reiterin aus dem Geschlechte der Hofmanns zu Filke, und Lothar I. von der Rasenburg aus dem Geschlecht der einhöckerigen "Schramele" und Ritter der Fürstlichen Quarter-Horse-Westernreiter, vor. Die neuen Herrscher freuten sich auf die närrischen Tage und kommentierten ihr Outfit: "Ein bisschen Fell, die Haare nicht bürsten und schon sind wir die Stammesfürsten".

Die Große Garde (Einstudierung: Barbara Pfister) huldigte den neuen Regenten mit dem exakt und schwungvoll vorgetragenen Gardetanz. Die Begrüßung der Dorfprominenz gestaltete Sitzungs-Präsident Udo Ziegler anders als gewöhnlich. Die Personen mussten nämlich vom Publikum auf Grund seiner einleitenden charakteristischen Hinweise erraten werden. Dies klappte vorzüglich. Als erster Ehrengast wurde Bürgermeister Stefan Ledermann mit dem Orden (Entwurf: Hugo Hanke, Fertigung Adam und Ilse Pabst) ausgezeichnet. Nach einem Gruß an die örtlichen Vereins-Vorsitzenden wurde auch der Zweite Bürgermeister Matthias Liebst zur Ordensverleihung auf die Bühne gebeten. Dort zeigte sich, dass er infolge eines geschickten Griffs in die Trickkiste kurzfristig nicht mehr Herr seiner Arme und Hände war und Bewegungen machte, die er gar nicht wollte.



Das anschließende Programm war - mit Ausnahme zweier Büttenreden (siehe neben stehenden MP. vom 21.02.03 Kommentar) - vom Feinsten: lustig, witzig, spritzig. Ein großer Lacherfolg war das Unslebener Männer-Ballett. Mit einem schwungvollen Tanz, in den akrobatische Elemente eingebaut waren, wartete die Junioren-Garde (Einstudierung: Barbara Pagel und Julia May) auf. Als wahres Multitalent zeichnete sich Renate Gensler in ihrer Büttenrede als "Phänomenia" aus. Sie stand am Kochtopf und betreute gleichzeitig den quengelnden Nachwuchs, säuberte das in eine Schaum-Landschaft verwandelte Bad und verstieg sich in die Feststellung: "Wozu brauch' ich einen Mann, wenn ich selber alles kann?"

Man musste schon genau hinsehen beim Auftritt des Männer-Balletts des Mittelstreuer Faschingsclubs (Einstudierung: Ute Ment, Ingrid Sick und Marianne Liebst): Die Herren legten in stilechten Kostümen der Tanz-Mariechen eine derart kesse Sohle auf Parkett, dass man sie beinahe für junge Damen gehalten hätte. Wunderschön war auch die Tanz-Einlage des Damen-Balletts aus Unsleben (Einstudierung: Sonja Geisler, Kostüme: Doris Pawellek).

Natürlich war wieder alles gespannt auf die Showeinlage der Jungs von der Hühnerbude. Dieses Mal wurde unter Leitung des Moderators Günter Jauch alias Frank Burkhardt der Mittelstreuer Super-Star gesucht. Bei den vier Kandidaten handelte es sich um die bekannten Mittelstreuer Bürger Rainer Seifert, den Vorsitzenden des Brieftauben-Vereins Hubert Zirk, den TSV-Vorsitzenden Arno Stockheimer und das Wirtstöchterlein Tina Storath, die sich mit auf sie passenden Songs vorstellen mussten. In ihre Rolle schlüpften jedoch Florian Büttner, Heiko Franke, Martin Geis und Philipp Müller, denen es meisterhaft gelang, die dargestellten Personen in Wort, Mimik und Gestik zu imitieren. Besonders belacht wurden die ausgewählten Songs, nämlich bei Hubert Zirk "Drei weiße Tauben", bei Arno Stockheimer "Smoke on the water" und bei Tina Storath "Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei".

Nach diesem furiosen Auftritt bildete der Showtanz der großen Garde in Kostümen der Steinzeitmenschen einen prächtigen Abschluss.