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gemeinde oberstreu                            von architekturweb

Sauen bereiten Probleme, Pächter nicht


 mittelstreu (m.o.) Bei der Versammlung der Jagdgenossenschaft am Freitag im Saale des Gästehauses Storath sprachen sich die anwesenden Mitglieder einstimmig für die vorzeitige Verlängerung des bestehenden Pachtvertrages mit den bisherigen Jagdpächtern aus.

Der Jagdbogen I (östlich der B 19 Richtung Bahra) mit einer Gesamtfläche von 392 Hektar verbleibt somit bei den Jägern Franz Menninger und Franz Herbert, Fred Pawellek hat nach dem Ausscheiden von Alois Lenhart nun als alleiniger Pächter im Jagdbogen II (westlich der B 19 Richtung Frickenhausen) mit einer Gesamtfläche 353 Hektar weiterhin das Sagen.

Jagdvorsteher Hubert Zirk wies darauf hin, dass der noch laufende Jagdpachtvertrag nach wie vor im Jahre 2004 endet, auch wenn bereits vor Ablauf über eine vorzeitige Verlängerung entschieden werde. Für die vorzeitige Verlängerung hatte sich bereits die voraus gegangene Versammlung der Jagdgenossen ausgesprochen. Jagdvorsteher Hubert Zirk betonte, dass man mit den bisherigen Pächtern stets zufrieden war.

Auch Franz Herbert als Sprecher der Jägerschaft bestätigte das gute Einvernehmen mit den Jagdgenossen. Der Wildbestand in den Mittelstreuer Revieren ist unterschiedlich. Der Rehwildbestand kann als zufriedenstellend bezeichnet werden, obwohl ein relativ hoher Anteil an Fallwild - hauptsächlich durch den Straßenverkehr - zu verzeichnen ist. Der Hasenbesatz hat sich ein wenig verbessert, kommt aber bei weitem nicht an frühere Zeiten heran.

Federwild ist so gut wie nicht vorhanden. Fasanen gibt es nicht mehr, allenfalls einige wenige Rebhühner. Zugenommen haben die Sauen, die allerdings als Wechselwild auftreten. Hierdurch hat sich der jagdliche Betrieb stark erschwert. Hinzu kommen die durch das Schwarzwild verursachten Wildschäden. Sauen ernähren sich keinesfalls nur vegetarisch, sondern verschmähen auch junge Hasen und Rehwild nicht. "Ein bisschen Spaß macht aber die Jägerei sicherlich doch noch", wandte Bürgermeister Stefan Ledermann ein. Gleichzeitig bestätigte er, dass es keine Probleme mit der Jägerschaft gebe.

Jagdberater Gerhard Höhn, zuständig für den Alt-Landkreis Mellrichstadt, erklärte, dass die von Franz Herbert dargelegte Situation auch für andere Reviere zutreffe. Mittelstreu habe insofern Glück, als es durch die A 71 nur geringfügig am Rande betroffen ist. Selbstverständlich mache die Jagd noch Spaß. Bei den Schwarzkitteln sei man auf eine optimale Bejagung bedacht und habe insoweit schon einige Erfahrung gesammelt.

Im Jagdjahr 2001/2002 wurden 1 118 Sauen geschossen, in den Jahren zuvor jeweils rund 500. Im laufenden Jagdjahr wurden bis November bereits über 100 Sauen mehr als im Vorjahr erlegt. Man wolle auf einen vernünftigen Stand kommen, der die Jagd noch attraktiv macht.

Das seit dem Jahre 1848 bestehende Recht der Grundeigentümer auf Verpachtung ihrer Jagd auf die Dauer von neun Jahren habe sich bewährt. Der Jagdpächter könne und müsse sich auf diese Zeitdauer einstellen und seine Maßnahmen zur Erhaltung eines gesunden Wildbestandes im Voraus planen. Durch dieses bewährte System habe man erreicht, dass im dicht bevölkerten Deutschland ein sehr guter Wildbestand vorhanden ist.