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gemeinde oberstreu                            von architekturweb

Wohin mit dem Klärschlamm? Neue Lösung wird viel Geld kosten
 
 Heustreu (ki) In der Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes Heustreu-Hollstadt nahmen die Bürgervertreter aus Heustreu, Hollstadt, Unsleben und Oberstreu die Gelegenheit wahr, sich über die Verbandskläranlage zu informieren. Der Planer, Ingenieur Stefan Lang (Fulda), lobte die Heustreuer Feuerwehr. Sie hatte beim Hochwasser Anfang des Jahres die Baugrube des Kombibeckens leergepumpt, um Schäden durch Frosteinwirkung zu verhindern.

Lang berichtete über die bisherigen Bauleistungen. So ist der Auslasskanal vom Zusammenfluss der Saale und der Streu bis zum Kläranlagengelände in einer Länge von 555 Metern hergestellt. Für das Errichten der Baugruben im Bereich des Schlammsilos, des Kombibeckens und des Betriebsgebäudes wurden die Erdarbeiten erledigt. Die Beton- und Stahlbetonarbeiten der beiden Schlammsilos sind ausgeführt. Die Beton- und Stahlbetonarbeiten des Kombibeckens (ohne Innenwand) sind gemacht. Nach dem Bauzeitenplan sind die vorgesehenen Arbeiten termingemäß.

Bis Ende Dezember 2002 sollte das Betriebsgebäude errichtet sein. Auf Grund witterungsbedingter Einflüsse hat sich der Bau jedoch verschoben. Der Planer versicherte, dass eine Verlängerung der Gesamtbauzeit bis zum 30. September derzeit trotzdem nicht zu erwarten ist. Die Kontrolle der Kosten für die bereits ausgeführten Bauarbeiten entspricht den Vorgaben, so dass laut Stefan Lang nicht mit einer Erhöhung zu rechnen ist.

Ingenieur Robert Zehe (Mellrichstadt) gab einen Überblick zum Sachstand bei den Pumpwerken. Nach seinen Ausführungen ist der Bau des Pumpwerkes in Mittelstreu einen Monat im Verzug. Die Ausschreibung der Pumpwerke Heustreu und Unsleben läuft noch. Hinsichtlich der Elektroinstallation ist der Anfang gemacht, informierte Diplomingenieur Wilhelm Pfennig (Ochsenfurt). Die Trafostation ist gebaut, zur Zeit werden die Elektropläne erstellt. Im Entwurf sind 227 500 Euro für die Elektrik vorgesehen, ließ Pfennig wissen.

Architekt Arno Wirsing (Heustreu) stellte den Grünordnungsplan für die Kläranlage vor. Als Ersatz für Betriebs- und versiegelte Flächen sind 3378 Quadratmeter als Ausgleichsfläche bereitzustellen. Wirsing informierte die Ratsrunde, dass auf dem Gelände der Verbandskläranlage 30 Obstbäume und acht Laubbäume gepflanzt werden. Die Kosten für die Außenanlage belaufen sich auf 81 500 Euro.

Der Vorsitzende des Abwasserzweckverbandes, Heustreus Bürgermeister Walter Weber, sprach die Klärschlammentsorgung an. Nach einem Bodengutachten kann der Klärschlamm nochmals im Frühjahr 2003 ausgebracht werden. Danach muss eine andere Lösung gefunden werden, machte Weber deutlich. Jedenfalls ist die Entsorgung dann mit hohen Kosten verbunden.