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gemeinde oberstreu                            von architekturweb

Gesundes aus dem eigenen Garten
 
Oberstreu (Andy) Acht Familien aus Rhön-Grabfeld zeigten vergangenen Sonntag am "Tag der offenen Gartentür" ihre Gärten der Öffentlichkeit. Auch Familie Damm aus Oberstreu öffnete die Gartentüre für interessierte Hobbygärtner. 
 
Durch einen natürlichen Torbogen aus Haselnussruten, die mit Efeu umwickelt waren, betraten die Gäste den Garten der Familie Damm. Vorbei an Studentenblume, Stechpalme und Mädchenauge, fiel der Blick zunächst auf den Gartenteich. "Unser Sohn meinte, ein Garten nur mit Rasen und Blumenbeeten sei zu langweilig. Da haben wir vor 16 Jahren diesen Teich angelegt", schildert Elisabeth Damm ihren Gästen.

In diesem und einem zweiten Teich auf dem Grundstück sammeln die Hobbygärtner das Regenwasser. "Wir brauchen dadurch und weil wir nur das Gemüse und den Salat gießen, fast kein Leitungswasser", sagt "Gartenchef" Hermann Damm. Nur wenn es lange heiß ist, reiche das gesammelte Regenwasser nicht ganz.

Im Steingarten vor dem Haus waren besonders die gelben, orangen und roten Lilien ein Besucherblickfang. Vor sechs Jahren erweiterten die begeisterten Hobbygärtner ihre Gartenfläche durch einen Grundstückserwerb auf 3000 Quadratmeter. "Für mich ist es keine Arbeit, mir macht es Spaß, in unserem Garten zu sein", sagt Elisabeth Damm über ihr Hobby.

Welche Sträucher kann man für einen natürlichen Zaun verwenden? An der Hecke, die den Garten von der Straße trennt, konnten die Besucher dieser Frage nachgehen. Jostabeere, Hartriegel, Ranunkelstrauch und Duftschneeball lasen sie auf den weißen Schildchen, mit denen fast alle Gartenpflanzen besucherfreundlich versehen waren.

"Ich freue mich immer, wenn ich aus der Stadt wieder mal nach Hause komme und frisches Obst und Gemüse aus unserem Garten essen kann", erzählt Tochter Michaela. Neben frischen Zwiebeln, Karotten, Tomaten, Zucchini, Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren kann sie sich neuerdings auch auf die Andenbeere freuen. Die exotische Andenbeere hat ihre Mutter selbst, wie fast alle Pflanzen ihres Gartens, aus Samen hochgezogen. "Hier hat sie wieder mal ihren grünen Daumen bewiesen", so die Tochter.

Das Nachtschattengewächs, ursprünglich aus dem Hochland der Anden stammend, bildet saftige Früchte, die reich an Vitamin A und C sind. Dass die orange-gelben Früchte süß-säuerlich schmecken, konnten die Gäste selbst kosten.

Auch für Gewürze muss Familie Damm nicht in den Supermarkt. In ihrer Kräuterschnecke finden sich neben Thymian, Oregano und Basilikum auch exotischere Vertreter wie Ysop, Chili, Curry oder Beinwell.

Die Damms verwenden in ihrem naturnahen Garten keine chemischen Dünger oder Spritzmittel. So nehmen die Hobbygärtner zum Beispiel Beinwell, um ihre Pflanzen zu stärken. Dieser als Zugabe zum Gießwasser gäbe einen idealen Dünger, so der Expertentipp.

Mit der Erweiterung ihrer Gartenfläche bekam Familie Damm auch eine Obstbaumwiese hinzu. Dort werden momentan Kirschen und im Herbst Äpfel, Birnen und Zwetschgen geerntet. Auf den schattigen Sitzgelegenheiten konnten sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen entspannen und das Gesehene auf sich wirken lassen, während die Kinder am Hasenkäfig die Tiere streichelten.

"Es herrscht den ganzen Tag über ein Kommen und Gehen", freute sich Elisabeth Damm über das große Interesse. Beim Gehen nahmen die Gäste viele Inspirationen für ihre eigenen Gärten mit. Und auch die Andenbeere wird im nächsten Sommer wahrscheinlich häufiger in diversen Obstsalaten zu finden sein.