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gemeinde oberstreu                            von architekturweb

Innung hofft trotz Rezession
  
Mittelstreu (m.o.) In der Leitung der Maler-, Tüncher- und Lackierer-Innung Rhön-Grabfeld gab es einen Generationenwechsel. Nach 24-jähriger Tätigkeit in der Vorstandschaft der Innung als Schriftführer, Lehrlingswart und seit zwölf Jahren als 0bermeister stellte sich Alois Krämer (Bastheim) nicht mehr zur Verfügung.

Bei der Hauptversammlung der Innung im Gästehaus Storath in Mittelstreu wurde Eberhard Katzmann (Windshausen) von den Kollegen bei zwei Stimmenthaltungen zum neuen 0bermeister gewählt. Ihm zur Seite stehen als Stellvertreter Stefan Neuhöfer (Großbardorf) und Mathias Krämer (Bastheim), der Sohn des bisherigen 0bermeisters. Einstimmig wurde Alois Krämer zum Ehrenmitglied der Innung und gleichzeitig zum Ehren-0bermeister ernannt.

Stefan Neuhöfer überreichte ihm die kunstvoll gefertigte Ehrenurkunde und dankte ihm für seine Jahrzehnte lange, von hoher Sachkunde und stetem Engagement für seinen Berufsstand geprägte Tätigkeit.

Alois Krämer erstattete seinen letzten Jahresbericht, der naturgemäß sehr umfassend war. Die Innung hat zur Zeit 44 aktive und neun passive Mitglieder. Die Anzahl der Lehrlinge beträgt 113. Die Hoffnung, dass es in der Bauwirtschaft wieder aufwärts geht, habe sich, so Krämer, leider nicht erfüllt. Die konjunkturellen Abschwächungstendenzen hätten sich 2002 weiter verstärkt. Die Umsätze folgten zwar dem saisonalen Verlaufsmuster, lagen aber dabei unter dem vergleichbaren Vorjahresniveau. Dabei lagen die Preise auf einem teilweise die Existenz bedrohenden Niveau.

Gerade in Zeiten starker Veränderungen brauche man zur Überwindung der Krise "zuverlässige politische und wirtschaftlich sinnvolle Rahmenbedingungen", die langfristig angelegt sein müssen, so Krämer. Die Hoffnung des Handwerks sei auf einen Wechsel in der Wirtschafts- und Sozialpolitik gerichtet gewesen mit den Kernforderungen mehr Investitionen von Bund, Ländern und Kommunen, Abbau der Investitionshindernisse, freier Wohnungsmarkt, Verbesserung der Vergabepolitik, Fortsetzung der Unternehmensteuerpolitik und Senkung der steuerlichden Belastung. Heute bestimmten lang anhaltende Diskussionen ohne klare Linie und purer Aktionismus den wirtschaftspolitischen Alltag, kritisierte Krämer.

Scharf wandte sich der scheidende 0bermeister gegen eine Veränderung der Handwerksordnung im Hau-Ruck-Verfahren, die geeignet sei, den Meisterbrief in Frage zu stellen oder seine Bedeutung zu verwässern. Demnach sollen dem Meister-Vorbehalt nur noch "gefahrgeneigte" Berufe unterliegen, also solche Tätigkeiten, bei deren unsachgemäßer Ausübung Gefahr für Gesundheit und Leben anderer besteht. Trotz dieser düsteren Prognosen forderte 0bermeister Alois Krämer seine Berufskollegen auf, positiv zu denken und die Hoffnung nicht aufzugeben, dass ein Aufwärtstrend in der Bauwirtschaft spürbar wird.

Anschließend brachte Alois Krämer nochmals die 35 Termine des abgelaufenen Geschäftsjahres in Erinnerung und gab einen kurzen Bericht über die Gesellenprüfung 2002 und die überbetriebliche Ausbildung 2002/2003. Die Gesellenprüfung bestanden von 37 teilnehmenden Lehrlingen 34, bei einer Nachprüfung bestanden alle. Alois Krämer hob die gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Innung hervor. Fachlehrer Wolfgang Hippeli gab in einer Bild-Dokumentation einen Überblick über die Schülerzahlen der letzten zehn Jahre.

Die Jahresrechnung 2002 wurde auf Vorschlag des Revisors Werner Kaiser einstimmig genehmigt. Auch der Haushaltsplan für das neue Geschäftsjahr fand die einstimmige Billigung der Versammlung. Des weiteren wurden der Gesellenprüfungsausschuss, der Ausschuss für die Lehrlingsausbildung, der Ausschuss für Lehrlings-Streitigkeiten und der Rechnungsprüfungsausschuss gebildet, sowie die Vertreter zur Kreishandwerkerschaft und zum Landes-Innungs-Verband bestimmt.

In der allgemeinen Aussprache wurde angeregt, einheitlich die Erstellung von Kostenvoranschlägen in Rechnung zu stellen und dies den Kunden bei Bestellung sofort zu eröffnen. Entsprechende Formulare sind vorrätig. Des weiteren stellte Stefan Neuhöfer ein T-Shirt mit dem neuen Logo der Innung vor, das für 15 Euro bezogen werden kann.

Einen Dank für die gute Zusammenarbeit sprachen Gerhard Ruß namens der Handwerkskammer und Studiendirektor Hack von der Berufsschule Bad Neustadt dem scheidenden 0bermeister Alois Krämer aus, der seinerseits für die gewährte Unterstützung herzlich dankte, insbesondere seinem Sohn Mathias.

Der neue 0bermeister, seine beiden Stellvertreter und die gesamte Vorstandschaft waren einvernehmlich der Meinung, dass die Arbeit für die Innung auf möglichst viele Schultern verteilt werden muss.

Wahlen bei der Innung:

Obermeister: Eberhard Katzmann
(Windshausen); Stellvertreter Ste-
fan Neuhöfer (Großbardorf) u.
Mathias Krämer (Bastheim).
Lehrlingswart: Armin Ullrich (Wül-
fershausen), Schriftführer Roland
Link (Roth/Rhön) Wolfgang Büchs
(Niederlauer), Martin Fischer
(Unterwaldbehrungen) und Jochen
Schmitt (Löhrieth) Vorstandsmit-