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- Deponie und Kirchendach
oberstreu (M.O.) Der Gemeinderat von
Oberstreu genehmigte in Abstimmung mit dem Landratsamt die Errichtung einer Erdaushub-Deponie im ehemaligen Steinbruch am Bilbesen in Mittelstreu, weil bei der derzeitigen Streuverlegung noch 7000 Kubikmeter
Humus gelagert werden müssen. In der Deponie Bilbesen wird der Humus auf messbare Mieten aufgesetzt und an Privatnutzer verkauft.
Die Katholische Kirchenstiftung Mittelstreu hat die Gemeinde um
Bewilligung eines Zuschusses von 50 000 Euro für die Dach-Erneuerung der Pfarrkirche gebeten. 1997 wurde beschlossen, die Baulast-Trägerschaft zu klären. Dies ist bislang nicht erfolgt. Bürgermeister Stefan
Ledermann geht aber davon aus, dass auch in Mittelstreu die politische Gemeinde Baulast-Träger nur für den Kirchturm, nicht aber für das Kirchengebäude ist.
Die Dachsanierung kostet laut Voranschlag rund
210 000 Euro. Nach dem Finanzierungsplan sollen sich neben der Einwohnerschaft auch das Bischöfliche Ordinariat, der Landkreis, der Bezirk und die Denkmal-Behörde an den Kosten beteiligen. Der Oberstreuer
Gemeinderat beschloss die Bewilligung eines Zuschusses in gleicher Höhe wie die Diözese Würzburg, höchstens jedoch 50 000 Euro.
- Außerplanmäßige Kosten schmälern Vermögenshaushalt
OBERSTREU (M.O.) Nach langer Pause versammelten sich die Mitglieder des Oberstreuer Gemeinderates wieder zu einer Sitzung. Über die von Anliegern
beantragte bauliche Veränderung des Wendehammers in der Siedlung "Am Bilbesen" in Mittelstreu traf der Gemeinderat noch keine Entscheidung.
In der schriftlichen Eingabe wurde darauf
hingewiesen, dass der Wende-Radius zu eng dimensioniert und von Lkw nicht ungehindert zu befahren sei. Ingenieur Zehe erklärte in seiner Stellungnahme, dass kein Planungs-Fehler vorliege. Zur Behebung schlug er
vor, die Insel auf einen Durchmesser von 7,50 Metern zu verkleinern, so den inneren Wendekreis zu reduzieren und gleichzeitig die Fahrbahnbreite zu erhöhen. Dazu käme noch die Pflasterung eines Seitenstreifens.
Bürgermeister Ledermann lehnte die vorgeschlagene Beschilderung des Wendehammers als "Sackgasse" ab. Gemeinderätin Marianne Völkl wandte ein, dass der Wendehammer seit 1992 bestehe und nie zur
Beanstandung Anlass gegeben habe. Sie sehe deshalb keinen Handlungsbedarf. Auf Vorschlag von Ledermann beschloss der Gemeinderat mit zwei Gegenstimmen, einen Kostenvoranschlag für eine Verkleinerung einzuholen
und dann zu entscheiden.
Der Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Mellrichstadt, Peter Schmitt, trug anschließend dem Gremium die von der Baugenossenschaft Mellrichstadt erstellte
Jahresrechnung 2002 für das gemeindeeigene 16-Familienhaus im Mellrichstädter Beethovenweg vor. Zum 31. Dezember 2002 ergibt sich ein Guthaben von 12 600 Euro (Vorjahr: 20 700 Euro). Bei den Angaben schlägt in
diesem Jahr die Auswechslung der Fenster in Höhe von 9400 Euro zu Buche.
VG-Geschäftsstellenleiter Peter Schmitt erläuterte den Räten anschließend das Rechnungsergebnis des gemeindlichen Haushalts für
2002. Im Verwaltungs-Haushalt wurde bei einen Haushaltsansatz von 1 840 000 Euro ein Ergebnis von 1 886 000 Euro festgestellt. Im Vermögens-Haushalt steht einem Ansatz von 1 680 000 Euro ein Ergebnis von rund
996 000 Euro gegenüber. Die Kassen-Einnahmereste betragen beim Verwaltungs-Haushalt 16 0000 Euro, beim Vermögens-Haushalt rund 143 000 Euro. Die überplanmäßigen Ausgaben betreffen den Kindergarten-Zuschuss für
Oberstreu, die Arbeiterlöhne und Löhne der ABM-Kräfte sowie Erschließungs-Aufwand für unbebaute Grundstücke. Der Gemeinderat genehmigte einstimmig nachträglich die überplanmäßigen Ausgaben. Durch Beschluss legte
der Gemeinderat mit einer Gegenstimme fest, dem Zweckverband kommunaler Verkehrsüberwachung nicht als Mitglied beizutreten.
Das Ortsoberhaupt gab weiter Beschlüsse aus der nichtöffentlichen Sitzung im
Juli bekannt, nachdem die Gründe für eine nicht öffentliche Behandlung nicht mehr bestehen. Demnach wurde das Gemeinschafts-Jagdrevier Bischofswald für die Zeit vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2012 gegen
einen jährlichen Pacht-Schilling von 4210 Euro an Erich Ledermann verpachtet.
Für die Kanal- und Schachtrahmen-Sanierung in Oberstreu und Mittelstreu erhielt die Firma Loos aus Röthenbach für 11 200 Euro
den Zuschlag.
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