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Brauhausbier, Sauerkraut und stumpfe Sensen Sensen dengeln, Brot backen, Weißkraut schneiden - beim Herbstfest des Oberstreuer Obst- und Gartenbauvereins
wurde den Gästen rund um das Kelter- und Brauhaus einiges geboten.
Rund 40 Jahre hat der alte Tellerschneider schon auf dem Buckel, mit dem das Weißkraut zerkleinert wurde. Selbiges hatten die Festbesucher
von zu Hause mitgebracht oder vor Ort gekauft. Das voll funktionstüchtige Gerät wird per Handkurbel in Bewegung gesetzt und verlangt dabei auch viel Muskelkraft. Das geschnittene Kraut wurde daraufhin gewürzt,
schichtweise eingestampft und nach Oberstreuer Rezeptur teilweise zu Sauerkraut weiterverarbeitet.
Etwas heißer ging es in der Backstube des Kelter- und Brauhauses zu. Rund 30 schmackhafte Brotlaibe wurden
im holzbefeuerten Ofen gebacken und zum Verkauf angeboten. Die Backstube ist komplett eingerichtet und kann beim Obst- und Gartenbauverein von Interessenten angemietet werden.
Nahezu eine kleine Wissenschaft
für sich führte Hermann Will den Festbesuchern vor. Das Sensen-Dengeln ist sicherlich nicht jedermanns Sache, sondern will gelernt sein. Die Sensenschneide wird bei dieser Technik so lange mit dem Hammer geschlagen,
bis sie dünn, hart und scharf ist. Über Fragen wie "Warum Dengeln und nicht Schleifen?" oder "Wieso muss der Amboss dabei mitfedern?" ließen sich dabei ebenfalls "fachkundige" Zuschauer
aus. Und Hermann Will hatte voll zu tun: Die Besucher brachten nämlich nicht nur Appetit auf Bratwürste, Bier und Apfelmost mit, sondern auch jede Menge stumpfe Sensen.

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